Alchimedus

Webinar · Block 1 von 3

HAUS
ORDNUNG

Während wir auf die anderen Teilnehmer warten, ein paar Hinweise für heute.

1

Schaltet bitte Kamera und Mikrofon aus.

2

Eure Fragen könnt ihr jederzeit ins Chatfeld schreiben.

3

Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Fragerunde.

4

Die Präsentation wird aufgezeichnet.

5

Bitte keine eigenen Aufzeichnungen:

Aufzeichnungen jeglicher Art sind nicht gestattet. Das schützt das geistige Eigentum und die Privatsphäre aller Anwesenden.

AllBytes GmbH

AllBytes GmbH präsentiert · Block 1 von 3

Das Zweite Gehirn

Wissensmanagement als Grundlage für KI-Agenten

„Es liegt fast nie am Modell. Es liegt am Kontext."

Daniel Leuverink  ·  KI-Architekt  ·  AllBytes GmbH Alchimedus · Di 06.10.2026

Speaker

Wer bin ich?

Daniel Leuverink
AllBytes GmbH

Daniel Leuverink

KI-Architekt & Geschäftsführer der AllBytes GmbH

Seit 2006 — gestartet zur Fußball-WM in Deutschland

15 Softwareentwickler · Fokus: KMU · Individuelle Software nach Maß

Spezialisierung: Enterprise KI-Architektur & Wissensautomatisierung

„Wir sind keine Marketingagentur. Keine Designer. Keine Texter.
Wir sind Techies — und wir bauen KI, die wirklich funktioniert."

Unter anderem arbeiten wir für

Stahlgruber Meggle Bauer Hoval Develey BabyWalz

Überblick

Eine Reihe in drei Blöcken

heute

Block 1 · Di 06.10.

Warum und was?

Grundwissen: was ein Modell weiß, wie die KI an Wissen kommt — und was ein Zweites Gehirn ist.

Block 2 · Do 29.10.

Was kann ich damit machen?

Praxis: was ein Zweites Gehirn im Beratungsalltag leistet.

Block 3 · Di 17.11.

Wie starte ich bei mir selbst?

Eigener Start: Struktur, Werkzeuge, die erste Woche.

Unser Weg heute

1 · Es liegt am Kontext 2 · Was ein Modell weiß 3 · Warum euer Wissen unsichtbar bleibt 4 · Woher die Idee kommt 5 · Was ist was? 6 · Das Zweite Gehirn

Heute geht es ums Verstehen — keine Technik-Details, keine Demo. Die Praxis kommt in Block 2, der eigene Aufbau in Block 3.

KI kann heute viel

… und trotzdem bleiben die Ergebnisse oft seltsam allgemein.

✉️

Mails beantworten

Entwurf in Sekunden

📝

Angebote vorbereiten

Gliederung, Text, Kalkulation

🔎

Recherchen erledigen

Quellen suchen, zusammenfassen

Typisches Ergebnis

„Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Vorhaben. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot, das genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist …"

Korrekt. Höflich. Und völlig austauschbar.

Der Grund ist fast nie das Modell. Es fehlt der Kontext.

Schritt / 3

Grundlagen

Wie ein Sprachmodell entsteht

Einmal trainiert, danach eingefroren — der Rest läuft über Kontext.

🏭

Hersteller

OpenAI, Anthropic, Google …

📚 Bücher 🌐 Webseiten 📰 Artikel 💻 Code

🧠 LLM

lernt aus Millionen Texten …

✓ Training abgeschlossen

auf den Server →
🖥️

Server

Rechenzentrum

🧠 LLM ❄️

eingefroren · Wissen bis Stichtag

(noch leer)
Kontext ⇄ Antwort
🧑‍💼

Ihr

im Chat oder in euren Werkzeugen

Kontext, der mitgeschickt wird:

✍️ eure Frage

📎 angehängte Unterlagen

🔎 was die KI nachschlägt

wartet

1. Training: Der Hersteller trainiert das Modell mit Millionen von Texten. Das dauert Wochen, kostet Millionen — und passiert einmal.

2. Eingefroren: Das fertige Modell kommt auf den Server. Ab jetzt verändert es sich nicht mehr — es lernt nichts dazu, egal wie viele Menschen es nutzen.

3. Nutzung über Kontext: Bei jeder Anfrage schickt ihr Kontext mit — Frage, Unterlagen, Nachgeschlagenes. Das Modell antwortet damit und vergisst ihn danach wieder.

Heißt: Das Modell ist für alle gleich. Den Unterschied macht allein der Kontext, den ihr mitgebt.

Schritt / 4

Grundlagen

Was ein Sprachmodell von sich aus weiß

Das weiß es

  • • Allgemeinwissen aus Büchern, Artikeln, Webseiten
  • • Sprache, Stil, Fachbegriffe
  • • Methoden und Modelle aus der Beratung
  • • … aber nur bis zu einem Stichtag

Das weiß es nicht

  • • euer Unternehmen
  • • eure Kunden und Mandate
  • • euren Stil, eure Preise, eure Erfahrungen
  • • was ihr gestern besprochen habt

Euer Wissen war nie in den Trainingsdaten. Also muss es über den Kontext kommen.

Ein Bild dafür

Der hochbegabte Praktikant am ersten Tag

🎓

Er kann

  • 📚 hat praktisch alles gelesen
  • ✍️ schreibt schnell und sauber
  • 🌍 spricht viele Sprachen
  • 💡 kennt jede Methode aus dem Lehrbuch

Er weiß nicht

  • ❓ wer eure Kunden sind
  • ❓ wie ihr Angebote schreibt
  • ❓ was letztes Jahr schiefging
  • ❓ wer beim Kunden wirklich entscheidet
🔁

Und das Besondere: Für ihn ist jeden Morgen wieder der erste Tag.

Kein Gedächtnis

Die KI vergisst zwischen den Sitzungen

Jeder neue Chat startet bei null — das Gespräch von gestern ist weg.

💬

Montag

„Hier sind alle Eckdaten zu Mandant Müller …" — die KI antwortet perfekt im Kontext.

🧽

Über Nacht

Neuer Chat = leeres Blatt. Das Modell selbst hat sich nichts gemerkt.

❓

Dienstag

„Mandant Müller?" — „Dazu liegen mir keine Informationen vor." Alles nochmal erklären.

Wissen kommt nicht aus dem Training — es muss bei jeder Aufgabe neu mitgegeben werden. Die Frage ist nur: von wem, und woher?

Hinter den Kulissen

Wie die KI Kontext zusammenbaut

✍️

„Beantworte die Frage in der E-Mail von Frau Berger."

Das ist alles, was ihr tippt.

💬 Prompt & Chatverlauf

sichtbar

eure Anweisung und alles, was im Gespräch schon gesagt wurde

📎 Angehängte Dateien

sichtbar

was ihr selbst dazulegt, z.B. das Angebot als PDF

📜 Hausregeln der App

im Hintergrund

Anweisungen des Anbieters: Rolle, Ton, heutiges Datum

🧠 Memory

im Hintergrund

gemerkte Notizen aus früheren Chats: „duzt Kunden“, „mag kurze Mails“

📧 Postfach

Werkzeug

die Mail von Frau Berger und eure frühere Korrespondenz

📅 Kalender

Werkzeug

letzter Termin mit ihr, eure freien Slots nächste Woche

📂 Ordner & CRM

Werkzeug

Protokoll vom Workshop im Frühjahr, Kontaktnotiz

🌐 Websuche

Werkzeug

aktuelle Meldungen zu ihrem Unternehmen

zusammenstellen

Was beim Modell ankommt

nur ein Satz …

[Hausregeln] Du bist Assistent … heute ist Di, 06.10. …

[Memory] duzt Kunden · mag kurze Mails …

[Mail] „Hallo Daniel, könnt ihr uns auch beim Rollout …"

[Verlauf] 14 Mails seit März …

[Kalender] zuletzt 18.06. Golf · frei: Do 10:00 …

[Protokoll] Workshop Frühjahr, offene Punkte …

[Web] Berger GmbH eröffnet Standort …

[Auftrag] Beantworte die Frage …

9 Wörter getippt — viele Seiten kommen an.

🧠 Sprachmodell ❄️ eingefroren

bekommt alles auf einmal — und antwortet damit

⛳

Ganz natürlich — wir machen es genauso. Bevor ihr Frau Berger antwortet, wisst ihr: Im Juni waren wir golfen, sie mag es kurz, der Workshop lief gut. Nur liegt dieser Kontext bei euch im Kopf.

Schritt / 6
sichtbar im Hintergrund Werkzeug

Kontextfenster ≠ Gedächtnis

„Dann lass ich einfach alles in einem langen Chat laufen." — Warum das nicht reicht.

Das Kontextfenster = der Schreibtisch

📄 eure aktuelle Frage
📄 Mandanten-Akte (40 Seiten)
📄 E-Mail-Verlauf
📄 alle Verträge …
⚠️ läuft über

Begrenzter Platz. Und am Abend wird der Schreibtisch abgeräumt.

Was ist das Kontextfenster?

Alles, was die KI gerade vor sich hat: eure Frage plus alles, was im Chat steht. Nur das zählt — sonst nichts.

Ein langer Chat geht — eine Weile

Ein paar Seiten und ein paar Runden? Klappt. Aber die ganze Mandantenhistorie, alle Verträge, jede Mail in einem Chat? Passt nicht — und im nächsten Chat geht es wieder von vorn los.

Drei harte Grenzen

  • • Platz: das Fenster ist endlich
  • • Kosten & Tempo: mehr Text = teurer & langsamer
  • • Qualität: im Wust geht das Wichtige unter

Also: gezielt nachlegen

Nicht alles draufpacken — sondern zu jeder Aufgabe nur das Passende auf den Schreibtisch legen. Dafür muss das Wissen irgendwo liegen, wo man es findet.

Schreibtisch = was die KI gerade sieht. Aktenschrank = wo das Wissen dauerhaft liegt.

Schritt / 4

Sortiert: woher der Kontext kommt

Drei Wege auf den Schreibtisch

Weg 1

Was ihr eintippt

Ihr erklärt alles selbst. Ihr seid die Quelle — was ihr vergesst, fehlt.

Weg 2

Angehängte Dateien

Ihr legt einen Stapel Unterlagen dazu. Besser — aber ihr müsst wissen, welche, und es gilt nur für diesen Chat.

Weg 3

Werkzeuge mit Zugriff

Die KI darf selbst nachschauen: in Ordnern, im Postfach, im Kalender. Sie holt sich, was sie braucht.

Je mehr die KI selbst nachschauen kann, desto weniger hängt an euch — vorausgesetzt, es steht irgendwo. Und genau da wird es spannend.

Schritt / 4

Warum euer Wissen unsichtbar bleibt

Grund 1: Es ist verstreut

In Köpfen, Postfächern, Ordnerstrukturen — und in jedem System ein bisschen.

🧠

Köpfe

nirgends notiert

📧

Postfächer

12.480 Mails, jeder sein eigenes

🗂️

Ordnerstrukturen

Kunden\2019\Neu\final_v3

🧾

Fachsysteme

CRM, Buchhaltung, Projekt-Tool

💬

Chats

Teams, WhatsApp, Telefonnotizen

📓

Papier

Notizbuch, Flipchart-Foto

Ein Mensch weiß, wo er fragen muss.

„Frag mal die Petra, die hatte den Kunden 2021."

Die KI weiß das nicht.

Was sie nicht findet, existiert für sie nicht.

Schritt / 3

Warum euer Wissen unsichtbar bleibt

Grund 2: Selbst wenn die KI es findet …

🤫

Implizit

Das Wichtigste steht nirgends: warum dieser Kunde so tickt, wem man was besser nicht sagt, was beim letzten Mal schiefging.

„Mit dem erst übers Golfen reden, dann übers Geschäft."

🕰️

Veraltet

Dokumente bleiben liegen, auch wenn sie längst nicht mehr gelten. Niemand räumt auf.

Preisliste_2023.xlsx
Preisliste_aktuell.xlsx
Preisliste_aktuell_NEU.xlsx

⚔️

Widersprüchlich

Zwei Quellen sagen Verschiedenes. Welche gilt? Das weiß nur, wer dabei war.

Angebot: 30 Tage Zahlungsziel · Mail danach: 14 Tage

Ein Mensch stutzt und fragt nach. Die KI nimmt, was sie findet — und klingt dabei völlig überzeugt.

Die Folge

Die KI rät — und liefert Allgemeines

Gleicher Auftrag: „Antworte Frau Berger auf ihre Anfrage."

Ohne Kontext

„Sehr geehrte Frau Berger, vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Leistungen. Gerne stellen wir Ihnen unser Unternehmen in einem persönlichen Gespräch vor …"

förmlich kennt sie nicht austauschbar

Mit Kontext

„Hallo Anna, schön, von dir zu hören! Nach dem Strategie-Workshop im Frühjahr klingt das nach dem nächsten logischen Schritt. Passt dir Donnerstag für einen kurzen Call?"

per Du kennt die Geschichte kurz, wie sie es mag

Ohne Kontext füllt das Modell die Lücken mit dem Wahrscheinlichsten. Und das Wahrscheinlichste ist immer das Allgemeine.

Schritt / 3

Ein Blick zurück

Die Idee ist älter als der Computer

Woher kommt eigentlich das „Zweite Gehirn"?

📖

Antike – 18. Jh.

Commonplace Books

🗄️

1945

Vannevar Bush: der Memex

🗃️

ab 1951

Niklas Luhmann: Zettelkasten

✅

2001

David Allen: Getting Things Done

🧠

2017 – 2022

Tiago Forte: Building a Second Brain

🤖

April 2026

Andrej Karpathy: das LLM-Wiki

Immer dieselbe Frage: Wie bekomme ich Wissen aus dem Kopf — so, dass ich es wiederfinde?

Antike bis 18. Jahrhundert

Commonplace Books

Freundschaft

„Ein Freund ist eine Seele in zwei Körpern." — Aristoteles, nach Diogenes Laertius

Handel

Notiz: Preise steigen, wenn die Flotte ausbleibt …

Zeit

„Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang." — Hippokrates

Gelehrte, Kaufleute und Studenten führten ein persönliches Buch: Zitate, Argumente und Beobachtungen, sortiert nach Stichworten.

Erasmus von Rotterdam empfahl die Methode im 16. Jahrhundert für den Unterricht. John Locke beschrieb 1685 eine Methode, ein solches Buch mit einem Register zu erschließen — auf Englisch erschien sie 1706.

Kernidee: Wissen außerhalb des Kopfes — und so geordnet, dass man es wiederfindet.

1945 · „As We May Think", The Atlantic

Vannevar Bush und der Memex

Bush leitete im Zweiten Weltkrieg die US-Forschung. 1945 beschreibt er eine gedachte Maschine: einen Schreibtisch, der alle Bücher, Notizen und Briefe eines Menschen enthält.

Das Neue: Dokumente werden über Pfade miteinander verknüpft — so, wie wir selbst denken. Nicht nach Alphabet, sondern nach Zusammenhang.

„The human mind … operates by association."

Vannevar Bush, As We May Think (1945)

Die Idee dahinter

💪

Maschinen haben die Muskelkraft erweitert.

🧠

Jetzt sollen sie das Gedächtnis erweitern.

🔗

Wissen hängt über Verknüpfungen zusammen.

„For many years inventions have extended man's physical powers rather than the powers of his mind." — so kündigte die Redaktion von The Atlantic den Essay an

Gebaut wurde der Memex nie — aber er gilt als gedanklicher Vorläufer des Hypertexts und des Webs.

ab 1951 · Bielefeld

Niklas Luhmann und sein Zettelkasten

21/3d7

Gedanke zu Vertrauen in Organisationen …

→ siehe 57/12a

57/12a

Vertrauen als Reduktion von Komplexität …

→ siehe 21/3d7a

21/3d7a

Anschlussgedanke, direkt dahinter einsortiert

Der Soziologe sammelte von 1951 bis 1996 rund 90.000 Zettel. Jeder bekam eine Nummer — und Verweise auf andere Zettel.

Keine Ablage nach Themen, sondern ein Netz aus verknüpften Gedanken. Daraus entstanden über 40 Bücher und rund 600 Veröffentlichungen.

Luhmann nannte seinen Zettelkasten einen „Kommunikationspartner", der ihn überraschen kann — mit Verbindungen, an die er selbst nicht gedacht hatte.

Luhmann, Kommunikation mit Zettelkästen (1981)

2001 – 2022

Vom Zettelkasten zum Begriff

2001

David Allen: Getting Things Done

Alles, was einen beschäftigt, kommt raus aus dem Kopf und rein in ein verlässliches System. Dann ist der Kopf frei.

„Your mind is for having ideas, not holding them."

David Allen · sinngemäß: Der Kopf ist dazu da, Ideen zu haben, nicht, sie aufzubewahren.

2017 – 2022

Tiago Forte: Building a Second Brain

Erst Online-Kurs, 2022 das Buch. Forte macht den Begriff „Second Brain" populär — mit einer einfachen Ordnung in vier Schubladen.

Wie man so eine Ordnung selbst aufbaut, schauen wir uns in Block 3 an.

Gemeinsam: Es sind Werkzeuge für Menschen. Der Mensch sammelt, der Mensch ordnet, der Mensch sucht.

Was ist jetzt anders?

80 Jahre lang ein Werkzeug für Menschen

✍️🔎

Selbst pflegen, selbst suchen

Jeder Zettel, jede Notiz, jeder Link: von Hand. Und finden musste man es auch selbst.

😮‍💨

Deshalb haben die meisten aufgehört

Der Aufwand ist sofort da, der Nutzen erst Monate später. Kennt ihr von jedem Wiki und jeder Ablage.

🤖

Neu: Die KI macht mit

Sie liest darin, schreibt hinein und pflegt es. Die Fleißarbeit fällt weg.

Damit wird Bushs Memex zum ersten Mal Alltag.

Schritt / 3

Was ist was?

Fünf Arten, Wissen für die KI bereitzuhalten

Was es ist
Wer pflegt
Wie wird gefunden
Schwäche
📚 Klassisches Wiki

Confluence, MediaWiki

gemeinsame Dokumentation
Menschen — meist zu selten
Mensch sucht und liest
veraltet, keiner schreibt rein
🧠 LLM allein
Allgemeinwissen bis zum Stichtag
der Hersteller
im Modell „eingebacken"
kennt euer Unternehmen nicht, vergisst
🔢 RAG mit Vektordatenbank
Dokumente in Stücke zerlegt, als Zahlen gespeichert
ein IT-Projekt
Ähnlichkeitssuche, Treffer gehen an die KI
Blackbox, Stücke ohne Zusammenhang, Aufwand
🛠️ Karpathys LLM-Wiki
Rohmaterial im Ordner — die KI kompiliert daraus ein verlinktes Wiki
die KI
Inhaltsverzeichnis, Links, Lesen
trägt bei Karpathy ~100 Artikel / ~400.000 Wörter; bei Millionen Dokumenten bleibt RAG sinnvoll
🧩 Zweites Gehirn
kuratiertes, verlinktes Wissen in Klartext
KI und Mensch — der Mensch entscheidet
KI navigiert wie ein Mensch: Index, Links, Suche
braucht Struktur und Disziplin

Achtung, Namensfalle: Klassisches Wiki und Karpathys LLM-Wiki heißen ähnlich, sind aber grundverschieden. Beim einen schreibt keiner, beim anderen schreibt die KI.

Schritt / 6

Der nächste Verwandte

Karpathys LLM-Wiki und das Zweite Gehirn

April 2026 · Andrej Karpathy

LLM-Wiki

📥 Rohmaterial 🤖 KI kompiliert 🔗 Wiki
  • • Artikel, Papers, Notizen landen in einem Ordner
  • • die KI schreibt daraus verlinkte Seiten und pflegt sie
  • • gedacht für Forschungswissen
  • • der Mensch liest und fragt

Euer Arbeitsalltag

Zweites Gehirn

🧑 Mensch ⇄ 🤖 KI ⇄ 🧩 Wissen
  • • Kunden, Projekte, Entscheidungen, Erfahrungen
  • • Mensch und KI schreiben gemeinsam, jeden Tag
  • • gedacht für Arbeitswissen
  • • der Mensch ist Türsteher: er entscheidet, was gilt
Gemeinsam: Klartext, Links, Inhaltsverzeichnis — die KI liest wie ein Mensch, eine Vektordatenbank braucht es dafür nicht.

Bei Karpathy schreibt die KI, der Mensch liest. Im Zweiten Gehirn schreiben beide — und der Mensch entscheidet, was gilt.

Schritt / 2

Am Ende zählt nicht der Name

Egal wie es heißt — das Ziel ist dasselbe

Wiki LLM-Wiki Second Brain Vault Obsidian Wissensdatenbank …

Aufgabe 1

Kontext zentral ablegen

Wissen aus Köpfen, Postfächern und Ordnern an einen Ort bringen — ein zentrales Register, gepflegt und aktuell.

🧠📧🗂️💬 ein Register

Aufgabe 2 · noch wichtiger

Kontext richtig auslesen

Zur Aufgabe genau das Passende herausholen — nicht alles, sondern das Richtige.

Frau Berger: Golf im Juni, der Workshop, „mag es kurz" — nicht alle 12.000 Mails.

Die Namen wechseln. Die Aufgabe bleibt: Wissen an einen Ort bringen — und zur richtigen Zeit das Richtige herausholen.

Schritt / 4

Zum Mitnehmen

Was ihr heute mitnehmt

🔑

Es liegt nicht am Modell, sondern am Kontext. Allgemeine Ergebnisse sind ein Zeichen für fehlendes Wissen.

🎓

Das Modell weiß viel über die Welt und nichts über euch. Und es vergisst zwischen den Sitzungen.

🔎

Die KI ist nur so gut wie das, was sie findet. Wissen in Köpfen, Postfächern und Ordnerchaos findet sie nicht.

🗄️

Die Idee ist 80 Jahre alt. Neu ist, dass die KI mitliest, mitschreibt und mitpflegt.

Ein Zweites Gehirn ist eine Wissensbasis, mit der eine KI direkt arbeiten kann.

Ausblick

Stellt euch vor …

So läuft es heute

✉️ Ihr beantwortet eine Nachricht

Infos aus Postfach, CRM und Ordner zusammensuchen, von A nach B kopieren, in den Chat einfügen — und beim nächsten Mal wieder.

🤖 Ihr richtet eine KI für eine neue Aufgabe ein

Erst einmal füttern: Unterlagen hochladen, Firma erklären, Regeln aufschreiben. Für die nächste Aufgabe dasselbe noch einmal.

Jede KI fängt bei null an.

Stellt euch vor

✉️ Nachricht

beantworten

📝 Angebot

vorbereiten

🧠 Euer
Wissen

🔎 Recherche

einordnen

✨ Neue Aufgabe

sofort startklar

Jede neue Anweisung an die KI arbeitet mit diesem Zentrum.

Nicht jeder KI euer Wissen neu beibringen — sondern das Wissen ins Zentrum stellen und jede KI daran arbeiten lassen.

Schritt / 4

Vielen Dank

Wie es weitergeht

Das Zweite Gehirn bei Alchimedus

heute 06.10.

Block 1: Warum und was? — Grundwissen

Do 29.10.

Block 2: Was kann ich damit machen? · 9:30

Tagesbriefing · Kundentermin vorbereiten · Mail mit Projektstand · Angebot mit Rückgriff auf frühere Projekte

Di 17.11.

Block 3: Wie starte ich bei mir selbst? · 9:30

Struktur · Werkzeuge · die erste Woche · Stolpersteine

Daniel Leuverink

KI-Architekt & Geschäftsführer · AllBytes GmbH

E-Mail

dleuverink@allbytes.de

Telefon

+49 (0) 8071 / 10 98 066

Website

www.allbytes.de

LinkedIn

linkedin.com/in/daniel-leuverink-543014271

Jetzt seid ihr dran: Eure Fragen gerne ins Chatfeld.

/