Alpenhain · Pfaffing · 12. Oktober 2026 · 14:30 Uhr
„Schritt für Schritt. Der Mensch entscheidet."
Erweitertes Geschäftsleitungsteam
Daniel Leuverink · Alexander Stanzl · AllBytes GmbH
01 — Woher wir kommen
Wer wir sind
Seit 2004 entwickeln wir Software, seit 2015 als GmbH, heute aus Pfaffing: maßgeschneiderte Webanwendungen, Schnittstellen und ERP-Anbindungen für kleine und mittelständische Unternehmen.
→ Pfeiltaste drücken, um die Geschichte zu erkunden
2004
Der Anfang
Gründung als Webhosting-Provider — von Anfang an mit der Vision, Abläufe zu automatisieren. Aus den ersten Kundenprojekten wird schnell klar: Der eigentliche Bedarf ist individuelle Software.
Automatisierung war von Tag eins an der Antrieb.
2006
Erstes Großprojekt
Ein Catering-Management-System für alle Stadien der FIFA-WM in Deutschland. Der Beweis, dass individuelle Webanwendungen auch unter hoher Last zuverlässig laufen.
Hochlast, feste Termine, kein zweiter Versuch.
2012
Ausbildungsbetrieb
Die erste Ausbildung startet. Seitdem haben wir über 10 Entwickler selbst ausgebildet. Aus dem Einzelentwickler wird ein Team.
Ausgebildet
10+
Team
Festangestellt
2015
AllBytes GmbH
Gründung der AllBytes GmbH und Etablierung als Partner für den Mittelstand: Individualsoftware mit Webtechnologien (PHP, Laravel, Angular), APIs und ERP-Integration.
Gegründet im Sudetenweg 2 · 83533 Edling
2025
KI First
Strategische Neuausrichtung: 100 % Fokus auf KI-Beratung und KI-Entwicklung. Die 20 Jahre Softwarehandwerk sind dafür die Basis, denn KI wirkt erst, wenn sie an die echten Systeme angebunden ist.
„Software-Handwerk trifft Künstliche Intelligenz."
2025
Eigenes Gebäude
Neubau und Umzug in unser selbst gebautes Bürogebäude in Pfaffing. Ausgelegt auf Wachstum. Hier arbeiten wir an Kundenprojekten und KI-Lösungen.
Heute
~15
Leute
Platz für
40+
Arbeitsplätze
Referenzen
Grundlagen
Large Language Model
Das Gehirn. Trainiert auf Milliarden Texten — einmalig, dann eingefroren.
→ GPT-4o, Claude, Gemini, Llama
Auf Milliarden Texten trainiertes Sprachmodell — das Gehirn hinter jeder KI-Anwendung.
Training
Modell
Nutzung
| Anbieter | Modelle |
|---|---|
| OpenAI | GPT-4o · o3 |
| Anthropic | Claude Opus · Sonnet |
| Gemini 2.5 Pro | |
| Meta | Llama 3.3 · 3.1 |
Kein Modell dominiert überall
Der Arbeitsauftrag an die KI
Wie du die KI anweist, bestimmt was du zurückbekommst. Prompt-Qualität = Ergebnis-Qualität.
→ Stufe 1 des Reifegradmodells
Die Eingabe an die KI — Qualität und Struktur des Prompts bestimmen direkt die Qualität der Antwort.
Ein Prompt = Rolle + Aufgabe + Kontext + Ausgabeformat
Klarheit und Struktur schlagen Länge
Prompting ist lernbar — jeder kann es sofort starten
Stufe 1 — sofort umsetzbar
Das Gedächtnis des Gesprächs
Alles was das LLM bei jedem Request weiß — Dokumente, Regeln, Verlauf. Je länger, desto fehleranfälliger.
→ Länge = Qualitätsfaktor
Das vollständige Gesprächsgedächtnis: alles was das LLM bei jedem Request kennt — Verlauf, Regeln, Dokumente.
Das Protokoll wird bei JEDEM Request vollständig ans LLM übertragen
Längeres Protokoll = höhere Fehleranfälligkeit und Inkonsistenz
Fehlerresistenz bei langen Kontexten ist ein direktes LLM-Qualitätsmerkmal
Kürzer = präziser
Der digitale Mitarbeiter
Ein LLM mit Ziel, Gedächtnis und Werkzeugkasten — handelt selbstständig in mehreren Schritten.
→ Plant, handelt, beobachtet, wiederholt
KI-System, das autonom ein Ziel verfolgt — mit LLM als Gehirn, Gedächtnis und Werkzeugen.
Agent = LLM + Ziel + Werkzeuge + Entscheidungslogik
Arbeitet in Schleifen: planen → handeln → beobachten → anpassen
Multi-Agent: mehrere Agenten mit eigenen Rollen arbeiten als Team
Digitaler Mitarbeiter
Ein KI-Modell, einmalig auf riesigen Textmengen trainiert — versteht und erzeugt Sprache. Kein echtes Denken, aber exzellente Mustererkennung.
1. Training
Einmalig · Milliarden Texte
2. Deployment
LLM bereitgestellt
3. Nutzung
Inference
„Die KI denkt und lernt laufend weiter."
✓ Das Modell ist nach dem Training eingefroren — es lernt nicht aus Gesprächen.
Wo entsteht Intelligenz heute?
Nicht im Modell — sondern im wachsenden Kontext des Agenten: Ziele, Gedächtnis, Werkzeuge und Gesprächsverlauf machen das System intelligent.
Ein Prompt ist jede Eingabe, die du an ein KI-Modell schickst — von einer einfachen Frage bis zum komplexen Arbeitsauftrag. Die Qualität des Prompts bestimmt die Qualität der Antwort.
Rolle
Wer soll die KI sein? („Du bist ein erfahrener Buchhalter...")
Aufgabe
Was soll sie tun? („Analysiere diese Rechnung und...")
Kontext
Was muss sie wissen? (Hintergrundinformationen, Dokumente)
Ausgabeformat
Wie soll die Antwort aussehen? (Tabelle, Stichpunkte, E-Mail)
3 goldene Regeln
Präzise statt lang — Klarheit schlägt Wortanzahl
Beispiele helfen — zeig der KI, was du meinst
Iterieren — guter Prompt entsteht selten beim ersten Versuch
Mythos vs. Wahrheit
„Je detaillierter der Prompt, desto besser das Ergebnis."
✓ Klarheit und Struktur schlagen Länge. Ein präziser 3-Satz-Prompt übertrifft oft eine halbe Seite Text.
Für Ihr Unternehmen
Prompt-Training ist der günstigste KI-ROI-Hebel — jeder Mitarbeiter kann heute damit starten, ohne technisches Know-how.
Das Kontextprotokoll enthält alles, was das LLM bei einem Request „im Kopf" hat — den gesamten bisherigen Gesprächsverlauf, Dokumente, Systemanweisungen und Nutzereingaben. Es wird bei jedem Request vollständig ans Modell übertragen.
Immer vollständig
Bei jedem Request wird das komplette Protokoll ans LLM gesendet — nicht nur die letzte Nachricht.
Wächst kontinuierlich
Jede Antwort verlängert das Protokoll. Lange Gespräche = große Kontexte.
Context Window
Jedes Modell hat ein Limit. Wird es überschritten, fällt älterer Inhalt raus.
RAG als Erweiterung
Relevante externe Dokumente werden dynamisch ins Protokoll geladen.
Je länger das Protokoll — desto fehleranfälliger
Mit wachsendem Kontextprotokoll verliert das LLM an Präzision. Es beginnt frühere Anweisungen zu „vergessen", Widersprüche zu übersehen und inkonsistente Antworten zu produzieren.
Protokoll kürzen
Regelmäßig zusammenfassen, irrelevante Teile entfernen, neue Gespräche starten.
Für Ihr Unternehmen
Halten Sie Kontextprotokolle kurz und strukturiert — das ist billiger, schneller und liefert bessere Ergebnisse.
und Multi-Agent
Ein Agent ist ein System, das ein LLM als „Gehirn" nutzt — ergänzt durch Ziele, Gedächtnis und Werkzeuge. Im Gegensatz zu einem Prompt, der einmalig beantwortet wird, arbeitet ein Agent in Schleifen: Er plant, handelt, beobachtet das Ergebnis und passt sich an.
Prompt
Die Eingabe — einmalig, eine Frage
LLM
Das Gehirn — verarbeitet und antwortet
Agent
Das System — plant, handelt, wiederholt
LLM als Gehirn
Versteht Aufgaben, plant Schritte, trifft Entscheidungen
Tools & Werkzeuge
APIs, Dateien, E-Mail, Datenbanken — der Agent darf handeln
Gedächtnis
Kurz- und Langzeitgedächtnis: was bisher passiert ist
Ziel-Loop
Denken → Handeln → Beobachten → Anpassen → …
„Ein Agent ist einfach ein besserer Chatbot."
✓ Ein Agent handelt autonom — er bekommt ein Ziel und erledigt es selbstständig, ohne dass ein Mensch jeden Schritt anweist.
Multi-Agent
Mehrere Agenten mit eigenen Rollen arbeiten zusammen und geben sich Aufgaben weiter. Wie ein Team statt eines Einzelkämpfers.
Vier Stufen zum autonomen Unternehmen. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf.
→ Drücke die Pfeiltaste, um die Stufen zu erkunden
ChatGPT, Gemini, Nano Banana, Claude Web
Nützlich, aber Handarbeit. Die KI wartet auf jeden Befehl. Kein Gedächtnis, kein Kontext, keine Integration.
KI mit Zugriff auf Dateien und Systeme.
Erster echter Arbeitspartner. Die KI kennt Ihren Unternehmenskontext und arbeitet direkt in Ihrer Umgebung.
Prozesse werden digital und autonom.
Beschreiben Sie einen Prozess in natürlicher Sprache — die KI baut das Tool. Agent Coding macht den Prozess selbstlaufend.
Alle Systeme vernetzt. Agenten kommunizieren.
OpenClaw läuft dauerhaft. Das autonome Unternehmen. Prozesse laufen ohne menschliche Übergaben.
ChatGPT · Gemini · Claude Web
Kein Setup, kein Code. Die Qualität der Antwort hängt vollständig von der Qualität der Frage ab.
Jetzt ein konkretes Beispiel →
Stufe 1 — Prompting · Live-Demo
Was ich in die KI werfe — Gesprächsnotizen
Notizen Erstgespräch — Holzfensterbau Oberbayern
ca. 100 Mitarbeiter, Fokus auf Holz- und Holz-Alu-FensterDazu diese zwei echten Kundenanfragen
B2C — Privatanfrage
Anfrage Familie Weber
8 Fenster + Terrassentür, Holz-Alu, Sanierung EFH — kurze formlose E-Mail
B2B — Leistungsverzeichnis
Wohnpark am See, Bauabschnitt 3
24× Holzmetallfenster, 12× Hebeschiebetür, 12× Haustür — technisches LV mit Pos. 1.01–1.03, KW-42-Termin
Was gleich passiert
Ich werfe alles — roh, unstrukturiert, ohne System-Prompt — in eine Standard-KI. Kein Kontext. Keine Vorbereitung.
Stufe 1 — Prompting · Einfacher Prompt
Mein Prompt
Kundenanfrage (eingefügt)
Hallo liebes Team, wir sanieren gerade unser Einfamilienhaus und brauchen neue Fenster. Wir dachten an Holz-Alu-Fenster, weil die wohl pflegeleichter sind. Es geht um insgesamt 8 Fenster, meistens Standardmaße, und eine große Terrassentür zum Schieben. Können Sie uns dafür ein Angebot machen? Was würde das ungefähr kosten und wie lange sind die Lieferzeiten.Kein Kontext · kein System-Prompt · keine Preise hinterlegt
Kein Unternehmenskontext
Kein System-Prompt
Kein Prozesswissen
Stufe 1 — Prompting · Einfacher Prompt
Du bist ein Vertriebsmitarbeiter bei einem Fensterbauer.
Wir haben ein detailliertes Leistungsverzeichnis von einem Architekten als PDF bekommen. Der Architekt erwartet ein vollständiges Angebot für das Projekt Wohnpark am See.
Erstelle auf Basis des PDFs ein fertiges Angebot für den Kunden.
Übernehme die bautechnischen Spezifikationen aus dem Dokument.
Kalkuliere marktübliche Preise für die Holzmetallfenster, die Türen und die Montage.
Berechne eine Gesamtsumme für das komplette Projekt.
Gib mir zuerst einen formellen Anschreiben Text für die E-Mail. Darunter listest du das komplette Angebot mit allen Einzelpreisen und der Endsumme auf.
PDF nicht angehängt · keine Unternehmenspreise · kein Firmenwissen
PDF fehlt
KI kann das Leistungsverzeichnis nicht lesen — es wurde nie hochgeladen
Keine eigenen Preise
„Marktüblich" kennt die KI — aber nicht unsere Kalkulation, Margen oder Konditionen
Kein Firmenwissen
Kein System-Prompt, keine Produktpalette — Angebot nicht direkt versendbar
Stufe 1 — Prompting · Strukturierter Prompt
Experte suchen
KI durchsucht weltweites Wissen nach dem besten Vertriebsexperten
Experten finden
Neil Rackham — SPIN Selling. Avatar erscheint als Wissensquelle
Know-how extrahieren
Rackhams Prinzipien werden aus dem Web geholt und auf den Innendienst übertragen
Sarah entsteht
System-Prompt mit Identität, Methodik und Preisregel — eine echte Mitarbeiterin
→ Jeden Schritt zeigen wir live mit einer Bildschirmaufzeichnung.
Stufe 1 — Prompting · Strukturierter Prompt · Schritt 1 von 4
Mein Prompt
Kein System-Prompt — offene Recherchefrage an die KI
KI-Antwort
Gemini 2.5 ProSpannendes Projekt. Drei Methodiken passen ideal für dieses Szenario:
① Neil Rackham — SPIN Selling
Übersetzt PDF-Anforderungen in Kundenmehrwert. Formuliert strategische Rückfragen bei lückenhaften Unterlagen.
② Donald Miller — StoryBrand
Trockene Leistungsverzeichnisse werden kundenorientiert. Der Architekt ist Held, das Fenster seine Lösung.
③ Dixon & Adamson — Challenger Sale
Klare Empfehlungen statt Optionsflut. Verhindert Kaufblockaden durch Choice Overload.
→ Soll ich für eine dieser Methodiken einen System-Prompt entwerfen?
Stufe 1 — Prompting · Strukturierter Prompt · Schritt 2 von 4
Mein Prompt
KI recherchiert live im Internet — Ergebnis fließt direkt in den System-Prompt
KI-Antwort
Gemini 2.5 ProSPIN = 4 Fragetypen, die den Kunden zur Selbstüberzeugung führen — entwickelt aus der Analyse von 35.000 Verkaufsgesprächen:
S — Situation
Ausgangslage des Bauprojekts erfassen — zeigt dem Architekten: sein PDF wurde exakt verstanden
P — Problem
Herausforderungen benennen — z. B. hohe Lärmschutzvorgaben oder strenge Energierichtlinien
I — Implikation ⚡ wichtigste Phase
Risiken dezent ansprechen — Bauverzögerungen, Nachbesserungskosten. Erzeugt Dringlichkeit.
N — Need-Payoff
Fenster als passgenaue Antwort — technische Parameter direkt mit Projekterfolg verknüpft
→ Soll ich ein Musteranschreiben entwerfen, das dein KI-Assistent genau so generieren könnte?
Stufe 1 — Prompting · Strukturierter Prompt · Schritt 3 von 4
Mein System-Prompt
Du bist Sarah, Vertriebsassistentin beim Fensterbauer, und arbeitest nach der Methodik von Neil Rackham.
Du erstellst aus jeder Anfrage, egal ob Text oder PDF, ein strukturiertes Angebot.
Du nutzt das Kontextprotokoll als Gedächtnis.
Bevor du das Angebot abschließt, prüfst du die Preise. Kennst du die Preise aus dem bisherigen Chatverlauf, nutzt du sie.
Kennst du die Preise für ein Produkt noch nicht, stoppst du die Erstellung und fragst mich gezielt danach. Du erfindest niemals eigene Preise.
Sobald ich dir die Preise nenne, merkst du sie dir für die Zukunft und erstellst das Angebot.
Bestätige kurz deine Rolle und warte auf die erste Eingabe.
Sarah
Gemini 2.5 ProIch bin Sarah, deine Vertriebsassistentin für den Fensterbau. Ich habe verstanden, dass ich ab sofort jedes Angebot strikt nach der SPIN‑Selling‑Methodik von Neil Rackham strukturiere und aus Anfragen oder Dokumenten kundenorientierte Dokumente erstelle.
Ich werde vor jeder Finalisierung eines Angebots zwingend die Preise prüfen. Sind mir die Preise für Positionen aus unserem bisherigen Chatverlauf bekannt, setze ich exakt diese ein. Kenne ich Preise noch nicht, werde ich keine erfinden, sondern den Prozess stoppen und dich gezielt danach fragen. Sobald du mir die fehlenden Informationen lieferst, merke ich mir diese für künftige Angebote und schließe den Vorgang ab.
Meine Tonalität ist professionell, nutzenargumentierend und absolut verlässlich.
Ich bin bereit für deine erste Eingabe.
Stufe 1 — Prompting · Strukturierter Prompt · Schritt 4 von 4
Sarah · Chatverlauf
● Online⚠ Preisabfrage erforderlich
Anfrage erfasst. Noch keine Preise im Chatverlauf — ich erfinde keine. Bitte nennen Sie mir:
✓ Angebot Familie Weber
Betreff: Ihre neuen Holz-Alu-Fenster
▸ 8× Fenster à 850 € = 6.800 €
▸ 1× Schiebetür = 3.200 €
▸ Montage = 1.600 €
Gesamt: 11.600 € netto
LV_Wohnpark_am_See_BA3.pdf
284 KB · Leistungsverzeichnis
Erstelle ein vollständiges Angebot für diesen Kunden.
✓ LV erfasst — Angebot direkt erstellt
▸ 24× Fenster à 850 € = 20.400 €
▸ 12× Hebeschiebetür = 38.400 €
▸ 12× Haustür = 33.600 €
▸ Montage 48 Elem. = 8.400 €
Gesamt: 100.800 € netto ✓
Preise im Kontext gespeichert — keine Rückfrage beim 2. Kunden
Stufe 1 — Prompting · Fazit
Sie haben gerade Ihren ersten KI-Agenten gebaut.
Strukturierte Angebote aus unstrukturierten Anfragen — egal ob kurzer Text oder komplexes PDF
Preise aus dem Chatverlauf merken und beim nächsten Kunden direkt verwenden — ohne erneute Rückfrage
Niemals Preise erfinden — stoppt gezielt und fragt nach, bevor ein falsches Angebot rausgeht
Verkaufspsychologisch formulieren nach SPIN — der Kunde steht im Mittelpunkt, nicht die Stückliste
Eine Person muss jede Anfrage manuell übergeben — ob E-Mail, PDF, Papier oder Fax
Sarah wartet passiv — kein automatischer Eingang, keine Verbindung zu Postfach oder Ablage
Das fertige Angebot muss manuell weitergegeben werden — kein direktes Versenden
Steigender Kontext = sinkende Qualität. Je mehr Anfragen im Chatverlauf landen, desto mehr wird der Kontext überfüllt — ältere Informationen werden verdrängt, die Ausgabequalität nimmt messbar ab
Kein Gedächtnis zwischen Sessions. Neue Chat-Session = Sarah startet bei null. Alle gespeicherten Preise und Präferenzen sind weg
Keine Systemanbindung. Kein Zugriff auf ERP, CRM oder Warenwirtschaft — Preise, Lagerbestände und Kundendaten müssen immer manuell eingespeist werden
„Gute Arbeitserleichterung — aber noch nicht da, wo es hingehen muss."
→ Stufe 2 zeigt, wie wir das lösen.
KI mit Zugriff auf Dateien & Systeme
Erster echter Arbeitspartner. Die KI kennt Ihren Unternehmenskontext und arbeitet direkt in Ihrer Umgebung.
Jetzt ein konkretes Beispiel →
Stufe 2
von Anthropic
Wird auf dem lokalen Rechner installiert
Lokaler Rechner
Bekommt Zugriff auf
Mailkonto
Bilder & Dokumente
ERP-System & CRM
Lokale Dateien & Ordner
Von Anthropic
Gegründet 2021 von ehemaligen OpenAI-Forschern. Safety-first KI-Entwicklung. Betreibt die Claude-Modellreihe.
Seit 2024
Öffentlich verfügbar seit Oktober 2024. Läuft lokal auf Mac & Windows. Aktiv weiterentwickelt.
Office & Dateien
Liest und bearbeitet Word, Excel, PowerPoint direkt. Erstellt Angebote, Berichte und Tabellen auf Knopfdruck.
Chrome Extension
Funktioniert direkt im Browser: Gmail, CRM-Weboberflächen, Online-Portale — KI überall, wo Chrome läuft.
Stufe 2 — Claude Cowork
Sarah läuft jetzt als echter Agent auf dem lokalen Rechner
Eingang
Mail-Eingang
via Ordnerpfad überwacht
PDFs
Leistungsverzeichnisse, Anfragen
Word-Dokumente
Formulare, Vorlagen, Briefe
Alles im Ablage-Ordner
Einfach reinlegen, Sarah holt es sich
Liest & versteht
Kalkuliert
Erstellt & formuliert
Läuft kontinuierlich
Mitarbeiter
füttert Sarah mit
Kerninformationen
Ausgang
ERP-Eintrag
Angebot direkt ins System
Word-Angebot
Fertig formatiert, bereit zum Prüfen
PDF zum Versand
Direkt verschickbar per Mail
„Anfrage reinlegen, Angebot rausholen — Sarah erledigt den Rest."
Stufe 2 — Claude Cowork · Live Demo
Schritt 1 von 3
Claude Cowork wird lokal installiert und als "Sarah" konfiguriert — mit direktem Zugriff auf Mailordner, ERP-System und Preislisten.
Schritt 2 von 3
Sarah bekommt den initialen Auftrag: Kundenanfragen aus dem Mailordner lesen und daraus strukturierte Angebote erstellen.
Schritt 3 von 3
Sarah liefert fertige, strukturierte Angebote — als Word-Dokument, PDF oder direkt ins ERP. Bereit zum Versand, ohne manuelle Nacharbeit.
Prozesse werden digital und autonom
Beschreiben Sie einen Prozess in natürlicher Sprache — die KI baut das Tool. Agent Coding macht es selbstlaufend.
Jetzt konkrete Beispiele →
Teil 1
KI schreibt Quellcode durch natürliche Sprache. Der Entwickler beschreibt das gewünschte Verhalten — die KI generiert den fertigen Code.
Wann sinnvoll?
Drastisch schneller & günstiger als klassische Entwicklung
Ergebnis →
# angebots_generator.py
from datetime import date
from erp import Preisliste, Kundenstamm
def erstelle_angebot(anfrage: str, kunde_id: str):
kunde = Kundenstamm.get(kunde_id)
preise = Preisliste.aktuell()
positionen = parse_positionen(anfrage, preise)
return {
"angebots_nr": generate_id(),
"datum": date.today().isoformat(),
"kunde": kunde.name,
"positionen": positionen,
"gesamt_netto": sum(p["preis"] for p in positionen)
}
Projektstruktur →
📁 meine-webseite/
├── index.html
├── 📁 css/ → style.css
├── 📁 js/ → app.js, api.js
└── 📁 assets/ → logo.png, hero.jpg
Teil 2
KI erstellt MD-Dateien, die Agenten exakt beschreiben und steuern. Der Agent reagiert dynamisch auf wechselnde Inputs — ohne neue Programmierung.
Wann sinnvoll?
Ergebnis → sarah-vertrieb.md
---
name: sarah-vertrieb
description: Erstellt Angebote aus eingehenden Kundenanfragen
---
## Aufgabe
Analysiere eingehende Anfragen aus dem Mailordner
und erstelle daraus vollständige, versandbereite Angebote.
## Zugriff
- Mailordner: C:\Firmen\Eingang\Anfragen\
- ERP-System: SAP Business One (API)
- Preisliste: preisliste_aktuell.xlsx
- Kundenstamm: kunden.csv
## Regeln
- Antworte immer auf Deutsch
- Prüfe Preise stets gegen die aktuelle Preisliste
- Erstelle Ausgaben als PDF-ready Markdown
- Bei unklaren Positionen: Rückfrage formulieren
Agenten-Struktur →
📁 .claude/agents/
├── sarah-vertrieb.md ← Hauptagent
├── sarah-memory.md ← Kundenwissen
├── erp-connector.md ← ERP-Zugriff
└── angebots-checker.md ← Qualitätsprüfung
Das Problem
Sarah arbeitet zu schnell.
Dank Sarah werden Anfragen in Minuten statt Stunden bearbeitet. Die Anfragen-Pipeline leert sich — wir brauchen mehr Kunden.
Zu wenig Eingangsanfragen
Die Idee
Neue Internetseite.
Eine moderne, professionelle Website soll neue Kunden ansprechen und direkt Anfragen generieren — mit Kontaktformular und Leistungsübersicht.
Website als Anfragen-Kanal
Vibe Coding
In Stunden gebaut.
Kein externer Entwickler, kein monatelanges Projekt. Anforderungen in Sprache beschreiben — KI baut die fertige Website.
Stunden statt Monate
Der Prompt →
// Eingabe in natürlicher Sprache
Erstelle eine moderne Firmenwebseite für
einen Fensterbauer. Die Seite braucht:
- Startseite mit Hero-Bild & Slogan
- Leistungsübersicht (Fenster, Türen, Glas)
- Referenz-Galerie mit 6 Projekten
- Kontaktformular mit Anfragetyp-Auswahl
- Responsive für Mobile & Desktop
// Design: Blau-Weiß, seriös, modern
// Technologie: HTML, CSS, JavaScript
Das Ergebnis →
📁 fensterbauer-website/
├── index.html ← Startseite
├── leistungen.html ← Fenster, Türen, Glas
├── referenzen.html ← Galerie
├── kontakt.html ← Anfrageformular
├── 📁 css/
├── style.css
└── responsive.css
├── 📁 js/
├── navigation.js
├── galerie.js
└── kontakt-form.js
└── 📁 assets/
├── hero.jpg
└── referenz-1..6.jpg
✓ Fertig in einem Nachmittag
Inkl. Mobile-Optimierung & Kontaktformular
Stitch · Live Demo
Schritt 1
Ein Systemprompt beschreibt Zielgruppe, Stil und Marke. Stitch generiert daraus sofort ein vollständiges Website-Design.
Schritt 2
Texte, Bilder und Struktur lassen sich per natürlicher Sprache anpassen — ohne Code, ohne Designer.
Schritt 3
Das fertige Design ist pixelgenau und exportierbar — als Referenz für die weitere Entwicklung.
Nächster Schritt
Das Design wird direkt als Vorlage an die KI übergeben — Vibe Coding setzt es in echten Code um.
Systeme sprechen miteinander
KI bekommt Zugriff auf alle Systeme. Agenten kommunizieren autonom. Das Unternehmen läuft ohne manuelle Übergaben.
Wohin die Reise geht →
Vom Chatbot zum autonomen Server-System
OpenClaw 2.0
seit 31.08.2026
Der bekannteste autonome Agent, heute von einer Stiftung getragen. Läuft auf dem Server, arbeitet mit beliebigen Modellen, gesteuert per Messenger. Neu: einfachere Einrichtung, geteilte Sitzungen im Team.
Hermes Agent
Nous Research
Der am schnellsten wachsende Agent 2026. Merkt sich, was er lernt, und baut sich aus Erfahrung eigene Skills. Läuft auf dem eigenen Server, erreichbar über Telegram, Slack oder Desktop-App.
Stark, aber noch nichts für sensible Firmendaten
Sicherheit ist bei beiden nicht ab Werk eingebaut: Bei OpenClaw 2.0 ist die Sandbox standardmäßig aus und gespeicherte Zugangsdaten liegen unverschlüsselt. Bei Hermes bleiben die Daten auf dem eigenen Server, der Betreiber ist aber selbst das Sicherheitsteam. Ideal zum Erproben, noch kein Werkzeug für den produktiven Einsatz.
Claude Dispatch — der logische nächste Schritt 17.03.2026
Anthropic geht in genau diese Richtung — kontrolliert, sicher, enterprise-ready. Claude Dispatch ermöglicht autonome Serveraufgaben mit Human-in-the-Loop-Kontrolle. So sieht diese Idee aus, wenn sie für Unternehmen gebaut wird.
Web-Interface
Im Browser · kein Gedächtnis
Lokales System
KI-Agent · lokal
Lokales System
Multi-Agent · S · M · L · F
Arbeitsplatz der Zukunft
Der übliche Weg
1. Chatbot
ChatGPT oder Copilot, jeder für sich
2. Tools
Ein Werkzeug pro Aufgabe
3. Agenten
Ein Agent pro Prozess
Und dann?
Was wir dabei immer wieder sehen
Agent A
Agent B
Ein Mensch schiebt Inhalte von links nach rechts. Die Arbeit wird nur verlagert.
Firmenwissen
schon wieder
Neuer Agent
Jeder neue Prozess braucht wieder alle Infos zur Firma. Das Wissen liegt verstreut und doppelt.
Zweites Gehirn
Das Firmenwissen an einem Ort.
Einmal aufbauen, immer aktuell, mit Quelle.
Jeder neue Prozess greift auf dasselbe Wissen zu. Niemand muss mehr kopieren oder neu erklären.
Unsere Empfehlung: Erst das Firmenwissen bündeln, dann einzelne Abläufe automatisieren, dann Systeme anbinden. Agenten kommen zum Schluss.
Arbeitsplatz der Zukunft · Zweites Gehirn
Aufgabe 1
Wissen im Vault speichern.
Was in Köpfen, Postfächern und Ordnern steckt, landet an einem Ort. Geordnet, verlinkt, mit Quelle.
Vault
das Zweite Gehirn
z. B. in Obsidian
Aufgabe 2
Kontext zusammenfassen, Arbeit erledigen.
Zur Aufgabe genau das Passende herausholen. Daraus entsteht ein guter Prompt und ein brauchbares Ergebnis.
Gespeichertes Wissen allein bringt wenig. Der Nutzen entsteht, wenn zur Aufgabe das Richtige herausgeholt wird.
Arbeitsplatz der Zukunft · Wissensmanagement
Heute verstreut
Vault
Einfache Textnotizen
Für Menschen und KI lesbar. Die Daten gehören Ihnen.
Verlinkt
Person, Firma und Projekt hängen zusammen.
Wächst im Alltag mit
Die KI legt neues Wissen ab, mit Quelle und Datum.
Beispiel Einarbeitung: Wer neu dazukommt, findet Antworten im Vault, statt jedes Mal nachzufragen. Und das Wissen bleibt, auch wenn jemand im Urlaub ist.
Arbeitsplatz der Zukunft · Kontextmanagement
„Beantworte die Mail von Frau Berger."
Das ist alles, was man tippt.Die KI holt aus dem Vault
Was bei der KI ankommt
[Person] Frau Berger · per Du · mag es kurz
[Verlauf] 14 Mails seit März · Termin 18.06.
[Projekt] Stand · zwei offene Punkte
[Stil] kurz · direkt · ohne Floskeln
[Auftrag] Beantworte die Mail …
Ein Satz getippt. Ein guter Prompt kommt an.
Ergebnis
Antwortentwurf im eigenen Stil
Der Mensch liest, ändert und schickt.
Dasselbe Prinzip für
Ihr Thema
Wo drückt bei Alpenhain der Schuh?
Viele Zuschriften, oft dieselbe Antwort. Antwortvorschläge bis 8 Uhr, der Mensch schickt ab?
Daten vorbereiten und prüfen lassen. Die Freigabe bleibt beim Menschen?
Vergessene Stempelungen prüfen und die Bestätigung beim Vorgesetzten einholen?